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Coronavirus: So kommen Urlauber aus Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Kroatien und Griechenland zurück

Die Europäischen Länder, Portugal,Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien, Griechenland,aus denen Deutsche Urlauber nach Hause gebracht werden
Mit dem Auto zurück nach Deutschland: Im Moment schwierig, aber nicht unmöglich ∙ © ADAC e.V.

Individualurlauber, die in Europa mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs sind und nach Deutschland zurückkehren wollen, sind derzeit verunsichert. Ist angesichts der Corona-Krise noch eine Rückkehr möglich? Ein Überblick über wichtige europäische Reiseländer.

Grundsätzlich gilt: An der deutschen Grenze wird jeder deutsche Staatsbürger und jeder mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung eingelassen. Gegebenenfalls wird eine Quarantäne angeordnet.

Bei der Heimfahrt sollte man unbedingt auf den Autobahnen und Fernstraßen bleiben und unterwegs keine Orte besuchen.

Themenspezial Coronavirus

Alle Infos zu Ausgangssperren und Einschränkungen, Reisewarnungen, zum Reiserecht, wie Sie mit dem Auto zurück nach Deutschland kommen und wie sich die aktuelle Lage in Europa und weltweit entwickelt.

Plus: So unterstützt der ADAC seine Mitglieder auch in der Corona-Krise.

Alle Artikel zum Thema

Frankreich

Deutsche Urlauber, die sich aktuell in Frankreich aufhalten und die Heimreise mit dem Pkw antreten wollen, können dies nach derzeitigem Stand tun.

Dazu rät das Auswärtige Amt*, die von den französischen Behörden vorgegebene Bescheinigung* (pdf) (ausgedruckt oder handschriftlich) mit sich zu führen. Auf den Seiten des Auswärtigen Amtes steht auch eine Ausfüllhilfe auf Deutsch* (pdf) zur Verfügung.

Während der Fahrt durch Frankreich beachten: Die von der französischen Regierung getroffenen Maßnahmen gelten auch für alle deutschen Staatsangehörigen. Achten Sie auf lokale Warnungen und Hinweise in den französischen Medien und halten Sie sich an die Weisungen der Gesundheitsbehörden und Sicherheitskräfte.

Die Tankstellen sind regulär in Betrieb. Die Einreise nach Deutschland ist nur noch an bestimmten Übergängen möglich. Längere Wartezeiten sind nicht auszuschließen.

Hinweis für Rückkehrer, die eine Zwischenübernachtung einlegen müssen oder wollen: Grundsätzlich sind fast alle Hotels wegen der Corona-Krise geschlossen. Nach ADAC Recherchen bietet aber unter anderem die Kette B&B Hotels* noch einige Übernachtungsmöglichkeiten an (Stand: 2. April). Reisende sollten ein Hotel unbedingt vorab konsultieren und klären, ob eine Übernachtung möglich ist.

Die weiterhin offenen Grenzübergänge

Das Bundesinnenministerium hat eine Liste der offenen Grenzübergänge* nach Dänemark, Luxemburg, Frankreich, Österreich und der Schweiz veröffentlicht.

Alle Reisenden mit dringendem Reisegrund sollten sich zur Vermeidung von Unannehmlichkeiten vorab über die Möglichkeiten des Grenzübertritts informieren.

Einem Stau an den Grenzen kann man nicht dadurch entgehen, indem man auf kleinere, hier nicht genannte Übergänge ausweicht.

Spanien

Die weitgehende Ausgangssperre in Spanien gilt prinzipiell auch für deutsche Urlauber. Touristen, die mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs sind, haben aber bislang noch die Möglichkeit, die Heimreise über Frankreich anzutreten (siehe dort).

Die spanische Polizei führt vielerorts verstärkte Straßenkontrollen durch, um den Grund einer Fahrt festzustellen.

Die Tankstellen in Spanien sind prinzipiell in Betrieb. Es gibt allerdings Berichte, dass mancherorts die Annahme von Bargeld verweigert und nur Kartenzahlung akzeptiert wird.

Da die Regierung fast alle Unterkünfte geschlossen hat, ist eine Zwischenübernachtung schwierig. Das spanische Verkehrsministerium hat eine Liste mit Hotels* veröffentlicht, die noch Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Diese befinden sich allerdings in der Nähe von Flughäfen und sind vor allem für gestrandete Flugpassagiere gedacht. Ob sie auch Reisende, die mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs sind, aufnehmen, ist dem ADAC nicht bekannt. Wer dort übernachten will, sollte die Unterkunft unbedingt bereits im Vorfeld kontaktieren.

Portugal

Deutsche Urlauber dürfen prinzipiell mit ihrem eigenen Fahrzeug über Spanien und Frankreich nach Deutschland zurückkehren. Erfahrungsberichten zufolge kann es bei der Einreise nach Spanien aber zu Komplikationen und Zurückweisungen kommen.

Die Zahl der offenen Grenzübergangsstellen zwischen Portugal und Spanien wurde auf neun reduziert:

  • Valença

  • Vilaverde

  • Quintanilha

  • Vilar Formoso

  • Termas de Monfortinho

  • Marvão

  • Caia

  • Vilaverde de Ficalho

  • Vila Real de Santo António

Italien

Wer mit einem Privatfahrzeug aus Italien zurückkehren will, muss mit Kontrollen und Nachfragen von Sicherheits- und Ordnungskräften rechnen. Außerdem ist eine ausgefüllte "Selbsterklärung über die Notwendigkeit der Reise" mitzuführen.

Weitere Hinweise zur Selbsterklärung für Italien

Hier können Sie das Formular in italienischer Sprache herunterladen.

Selbsterklärung über die Notwendigkeit der Reise

Die Durchreise durch Österreich Richtung Deutschland ist möglich, wenn sie eine schriftliche Erklärung unterzeichnen, dass sie die Alpenrepublik ohne Stopp durchqueren. Wer von Italien aus über die Schweiz zurückfahren will, muss an der Schweizer Grenze ebenfalls glaubhaft machen, dass er auf direktem Weg nach Hause ist.

Kroatien

Nach derzeitigem Stand besteht für Urlauber in Kroatien die Möglichkeit, über Slowenien und Österreich nach Deutschland zurückzukehren.

Griechenland

Laut Informationen des Auswärtigen Amtes ist die Ausreise aus Griechenland auf dem Land- oder Seeweg für deutsche Staatsbürger derzeit so gut wie unmöglich.

Die Grenzen zu Bulgarien, Nordmazedonien und Albanien sind geschlossen - auch eine Durchfahrt durch Serbien ist nicht möglich.

Auf den Fährverbindungen nach Italien sind keine Passagiere mehr erlaubt.

Betroffene sollten sich auf der Internetseite der Deutschen Botschaft in Griechenland* über die aktuelle Lage informieren.

Marokko

Deutsche Urlauber, die mit dem eigenen Fahrzeug in Marokko festsitzen, sollten die Hinweise der Deutschen Botschaft in Rabat* beachten und sich dort über die aktuelle Lage informieren.

Der reguläre Fährverkehr von und nach Marokko ist bis auf Weiteres eingestellt. Die deutsche Botschaft bemüht sich jedoch, Sonderfähren für die Ausreise zu organisieren. Einzelheiten dazu findet man auf den auf den Internetseiten der Botschaft.

Die Ausreise über die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla ist bis auf Weiteres nicht möglich.

An der Grenze gestrandete Touristen mit Wohnmobilen sollten sich einen Park- bzw. Campingplatz - mit Strom- und Wasserversorgung - in der Nähe der Grenze suchen und die weitere Entwicklung beobachten.

Für Autofahrten wird eine Genehmigung benötigt. Die Regelungen gelten für alle Menschen, die sich in Marokko aufhalten. Ausnahmen für Ausländer bestehen nicht.

Deutschen Staatsbürgern, die das Land verlassen möchten, wird empfohlen sich per E-Mail (info@rabat.diplo.de) an die Deutsche Botschaft in Rabat zu wenden. Dabei sollten sie unbedingt Namen, Telefonnummer und Aufenthaltsort in Marokko angeben.

In Folge der Coronakrise erhält die Botschaft nur noch einen Notbetrieb aufrecht. Telefonische Erreichbarkeit besteht Montag bis Donnerstag von 9 Uhr bis 15 Uhr und freitags von 9 Uhr bis 13 Uhr unter +212 53 72 18 600.

Darüber hinaus rät die Deutsche Botschaft allen, die in Marokko verblieben sind, sich eine Unterkunft zu suchen. Die lokalen Behörden können eine Bescheinigung ausstellen, die berechtigt, das Quartier für dringende Besorgungen oder Arztbesuche zu verlassen.

Wichtiger Hinweis: In allen Ländern sind kurzfristige neue Entwicklungen nicht auszuschließen!

Weltweite Reisewarnung

Covid-19 verbreitet sich weiterhin rasant – auch in Deutschland und Europa. Viele Länder haben daher inzwischen ihre Einreisebestimmungen verschärft.

Die Bundesregierung hat zudem eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen.

Eine Übersicht dieser und vieler weiterer Regelungen in wichtigen Urlaubszielen für Reisende aus Deutschland finden Sie hier.

Hinweise des Auswärtigen Amtes

Auch das Auswärtige Amt hat Tipps und Informationen für Urlauber zusammengestellt, die nach Deutschland zurückkehren wollen:

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