Rund ums Fahrzeug
Verkehr
Reise & Freizeit
Produkte
Mitgliedschaft
Der ADAC

Gesetzesänderung geplant: Anspruch auf private Wallbox

Autos beim Laden an einer Wallbox
Soll erleichtert werden: Der Einbau privater Ladesäulen für E-Autos ∙ © ADAC/Ralph Wagner

Nach Plänen des Bundesjustizministeriums soll der Einbau von privaten Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Mehrfamilienhäusern erleichtert werden. Das gilt nicht nur für Autos, sondern auch für E-Bikes, E-Roller und E-Scooter.

Bisher ist es für Mieter und Wohnungseigentümer fast unmöglich, einen Stromanschluss für ihr E-Auto in der privaten Tiefgarage zu bekommen. Denn nur wenn alle Eigentümer zustimmen, darf eine Lademöglichkeit eingebaut werden.

Das soll sich mit dem neuen Gesetz ändern, dessen Entwurf nun bekannt wurde. Demnach kann der Wohnungseigentümer den Einbau einer entsprechenden Ladevorrichtung verlangen. Die anderen Miteigentümer können dann nur noch über die Art der Ausführung der Baumaßnahme bestimmen. Ein einfacher Mehrheitsbeschluss soll dafür ausreichen. Die Kosten für den Einbau einer Ladestation und deren Wartung soll derjenige tragen, der sie einbauen möchte.

Miet- und Wohnungseigentumsrecht sollen so angepasst werden, dass auch Mieter von Eigentumswohnungen den Bau von Ladesäulen durchsetzen können. Die Neuregelungen könnten bis Ende 2020 in Kraft treten.

Weitere Infos zur Elektromobilität

Sicher laden: Der große ADAC Wallbox-Test

Elektroautos im Dauertest: So lang hält die Batterie

Kein Strom in der Tiefgarage: Was Städter am Kauf von Elektroautos hindert

Wie wichtig die Gesetzesänderung für die Verbreitung von E-Autos wäre, zeigte eine ADAC Umfrage unter 310 Hausverwaltungen und anderen Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft in elf Großstädten im Jahr 2019. Denn das Ergebnis der Umfrage war ernüchternd. Vier von fünf der befragten Unternehmen haben in keinem einzigen Gebäude eine Lademöglichkeit für Elektroautos.