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Italien-Urlaub 2020: Das müssen Reisende jetzt wissen

VW Käfer an einem Mauthäuschen in Italien bei Trento
Wegen Corona: Noch kommen deutsche Autourlauber nicht ohne Weiteres nach Italien ∙ © ADAC/Rasmus Kaessmann

Eis, Spaghetti, Sonne und Meer – viele Deutsche wünschen sich nach der Corona-Krise nichts sehnlicher als einen Urlaub in Italien. Nun sollen die Grenzen am 3. Juni öffnen. Für deutsche Auto-Urlauber ist die Anreise in den Pfingstferien jedoch vorerst nur eingeschränkt möglich.

  • Transitländer lassen Deutsche nicht ohne Weiteres über die Grenze

  • Italien bereitet sich mit Hygieneregeln auf Touristen vor

  • Keine Quarantäne mehr für Rückkehrer nach Deutschland

Österreich und Schweiz kontrollieren ihre Grenzen noch

Wer von Deutschland nach Italien mit dem Auto reist, fährt unweigerlich durch Österreich oder die Schweiz. Beide Länder haben angekündigt, ihre Grenzen erst am 15. Juni generell zu öffnen.

Österreich schreibt derzeit noch einen "triftigen Grund" für die Einreise vor. Dazu zählt auch der Transitverkehr. Man darf das Land also nur passieren, sofern man gewährleistet, sich nirgends aufzuhalten. An Tankstellen oder Rastplätzen müssen Autofahrer mit deutschem Kennzeichen damit rechnen, dass sie von der Polizei kontrolliert werden. In Richtung Italien sind außerdem einige Grenzübergänge weiterhin geschlossen, so die Auskunft des österreichischen Innenministeriums.

Die Schweiz erlaubt ausländischen Personen die Durchreise auf direktem Weg, wenn sie sie in Richtung ihres Heimatstaats oder des Staates zu verlassen, in dem sie nachweislich ihren Aufenthalt haben. Auf Nachfrage des ADAC erklärte das Schweizerische Amt für Gesundheit, es gebe noch keine Bestätigung, dass die Grenze zu Italien geöffnet werde. Es ist daher gut möglich, das Italien-Urlauber derzeit nicht in die Schweiz einreisen dürfen, da sie nicht nachweisen können, diese an der italienischen Grenze wieder verlassen zu können.

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Maske und Abstand: Corona-Regeln für Italien-Touristen

Ab 3. Juni darf man auch innerhalb Italiens wieder reisen. Regionen wie Südtirol, die Hotels schon ab Ende Mai öffnen, buhlen um deutsche Touristen. In jedem Fall sollen überall Abstandsregeln gelten, Sonnenschirme am Strand weit genug voneinander entfernt stehen. Buchungen für den Zugang zu Strandbädern sollen verhindern, dass die Menschen zu dicht aneinander in der Sonne braten.

Büfetts in Hotels sind verboten. In Restaurants gilt eine Maskenpflicht. Der Mund-Nasen-Schutz muss selbst mitgebracht werden. Zum Essen darf er abgenommen werden. Desinfektionsmittel müssen überall bereit stehen. In einigen Geschäften besteht die Pflicht, Einweghandschuhe zu tragen. Diese werden bereitgestellt. Es darf Fieber gemessen und der Zutritt ab einer Körpertemperatur von 37,5 Grad verweigert werden.

Bei Verstoß gegen die Abstandsregel (landesweit 1 Meter; Südtirol 2 Meter) bzw. Maskenpflicht gibt es keine einheitliche Regelung, da die jeweiligen Regionen zuständig sind. In einigen Provinzen wie zum Beispiel in Südtirol gibt es überhaupt keine explizite Regelung. Zum Teil wird auch noch unterschieden, wo man gegen die Maskenpflicht verstößt. In öffentlichen Verkehrsmitteln kann die Strafe beispielsweise höher ausfallen als anderswo. Grober Richtwert ist aber ein Strafrahmen von 400 bis 3000 Euro, bei Sofortzahlung kann es Nachlässe geben.

Tankstellen und Autobahntankstellen sind in ganz Italien geöffnet.

So ist die Lage in den wichtigsten europäischen Urlaubsländern

Keine Quarantäne mehr für Italien-Rückkehrer

Die meisten deutschen Bundesländer haben ihre Quarantäne-Regelungen gelockert: Wer aus EU- und Schengen-Staaten sowie aus Großbritannien nach Bayern zurückkehrt, muss sich ab sofort nicht mehr für 14 Tage in häusliche Isolation begeben. Wer in Baden-Württemberg die deutsche Grenze passieren möchte, kann dies ebenfalls tun, ohne sich danach in Quarantäne zu begeben. Ausnahme: Wenn im Herkunftsland die Zahl der Neuinfizierten bei mehr als 50 pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen liegt, ist Quarantäne weiter erforderlich.

Grundsätzlich gilt noch bis 14. Juni die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Von nicht notwendigen, touristischen Reisen rät die Behörde weiterhin ab. Dies ist zwar kein generelles Reiseverbot, aber eine ernst zu nehmende Empfehlung. Reisende entscheiden in eigener Verantwortung, ob sie eine Reise antreten.

Mit Material von dpa.