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Der ADAC

Mit dem Auto nach Griechenland und in die Türkei

Türkische Gastarbeiter warten in den Sommerferien an der bulgarisch-türkischen Grenze
Lange Wartezeiten an der bulgarisch-türkischen Grenze im Sommer 2018 ∙ © imago images/ZUMA Press

Dass es in diesem Sommer wegen der Corona-Krise keine normale Reisesaison geben wird, ist inzwischen klar. Aber werden Autofahrten von Deutschland nach Griechenland oder in die Türkei möglich sein? Wenn ja, ab wann und auf welchen Routen?

  • Weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes läuft am 14. Juni aus

  • Erleichterungen im Grenzverkehr nach Serbien

  • Noch keine Touristenfähren zwischen Italien und Griechenland

Am 22. Juni fällt in Deutschland der Startschuss zu den Sommerferien. In normalen Jahren fahren viele Autourlauber mit dem eigenen Auto nach Griechenland oder in die Türkei und passieren dabei etliche Grenzen. Doch zu Corona-Zeiten wurden fast alle Übergänge geschlossen und touristische Reisen untersagt.

Autofahrt nach Griechenland und in die Türkei noch nicht möglich

Noch bis zum 14. Juni gilt eine weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Eine Fahrt nach Griechenland und in die Türkei ist derzeit auch deshalb nicht möglich, da nicht alle Transitländer durchquert werden können. Auch verkehren momentan keine Fähren zwischen Italien und Griechenland, die Touristen an Bord nehmen.

Deutsche Grenzen machen schrittweise wieder auf

Die Kontrollen an den deutschen Grenzen werden seit Mitte Mai schrittweise gelockert. An manchen Grenzen finden nur noch Stichprobenkontrollen statt.

Grenzöffnungen in Osteuropa

Grundsätzlich wollen sich auch die Transitländer wieder öffnen. In Serbien ist seit dem 22. Mai eine Ein- und Durchreise wieder ohne Einschränkung möglich. Reisende erhalten an der Grenze ein zweisprachiges Informationsblatt über die zu beachtenden Covid-19-Maßnahmen.

Bulgarien und Griechenland wollen ab 1. Juni die gemeinsamen Grenzen für den Straßenverkehr unter Auflagen öffnen (verpflichtende Erklärung zum Gesundheitszustand). Eine Quarantänepflicht soll es dann nicht mehr geben. Ob und wann diese Grenzöffnungen auch für Touristen im Transit gelten werden, ist im Augenblick noch nicht absehbar.

Auch mit Rumänien laufen Gespräche zu einer möglichen Grenzöffnung.

Konkrete Pläne für eine Transitmöglichkeit durch Nordmazedonien sowie für eine Öffnung der Grenzen Bulgarien/Türkei und Griechenland/Türkei sind derzeit nicht bekannt.

Reisende müssen sich gedulden und die weitere Entwicklung abwarten. Ausführliche Informationen zu den Einreiseverboten der wichtigsten Länder hat der ADAC für seine Mitglieder zusammengestellt.

Die beliebtesten Reiserouten nach Griechenland und in die Türkei

Welche Routen sind die besten?

Um mit dem Auto nach Griechenland oder in die Türkei zu kommen, sind je nach Start- und Zielpunkt vier verschiedene Routen sinnvoll:

  • A: Nördliche Route über Budapest und Belgrad
    Von Nord- und Ostdeutschland kommend bietet es sich an, durch Tschechien und die Slowakei nach Budapest zu fahren. Von West- oder Süddeutschland aus verläuft die erste Etappe über Passau beziehungsweise Salzburg und Wien zur ungarischen Hauptstadt. Von dort aus führt die Route A über Belgrad und Sofia in die Türkei.

  • B: Südliche Route über Zagreb und Belgrad
    Bei dieser Variante fährt man zunächst über die österreichische Tauernautobahn und Ljubljana oder alternativ über die Pyhrnautobahn und Maribor nach Zagreb und von dort weiter nach Belgrad. Bei der serbischen Hauptstadt vereinigt sich der Weg dann mit Route A.

  • C: Ostroute – Ab Budapest über Rumänien und Bulgarien
    Wer Serbien umfahren will, kann über Rumänien ausweichen. Der Weg führt von Budapest über Szeged nach Arad und von dort entweder über die Donaubrücke Calafat-Vidin nach Sofia oder über Sibiu und die Donaubrücke bei Ruse nach Varna. Die rumänische Hauptstadt Bukarest sollte man bei dieser Variante großräumig umfahren (Staugefahr!).

  • D: Auf dem Landweg oder mit der Fähre nach Griechenland
    Die Landroute zweigt bei der serbischen Stadt Nis oder bei Sofia von den Routen A und B ab und führt über Nordmazedonien oder Südwestbulgarien in den Großraum Thessaloniki. Die Alternative: Mit einer Adriafähre nach Igoumenitsa und von dort weiter auf der Egnatia Odos (A2) in Richtung Thessaloniki oder Istanbul.