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Kosten Hauptuntersuchung: Infos und Preise zum TÜV

Reifendruck-Kontrolle bei der TÜV Hauptuntersuchung
Obligatorisch: Jedes Auto muss zum TÜV ∙ © imago images/Eibner

Egal ob Pkw, Wohnmobil oder Anhänger: Fahrzeuge müssen regelmäßig zur Hauptuntersuchung. Welche Kosten entstehen dabei? Alles zu Gebühren und Kosten beim TÜV und anderen Prüfdiensten.

  • Es gibt regionale Preisunterschiede

  • Je größer und schwerer das Fahrzeug, desto teurer

  • TÜV überziehen kann teuer werden

Ist das Fahrzeug technisch in einem vorschriftsmäßigen Zustand, verkehrssicher und umweltverträglich? Diesen Fragen gehen TÜV, Dekra, GTÜ, KÜS oder andere amtlich anerkannte Prüforganisationen nach. Für den Fahrzeughalter heißt das: In regelmäßigen Abständen muss das Fahrzeug zur Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU) vorgeführt werden. Um die dafür fälligen Gebühren kommt man also nicht herum. Doch wie hoch sind sie?

Kosten der Hauptuntersuchung sind unterschiedlich

Der Preis für HU oder AU ist nicht überall gleich. Er hängt von verschiedenen Faktoren ab: So ist etwa die Art des Fahrzeugs entscheidend (Pkw, Motorrad, Anhänger etc.), aber auch die zulässige Gesamtmasse spielt eine Rolle. Zudem unterscheiden sich die Gebühren je nach Bundesland und Prüforganisation. Extra mit dem Auto von Baden-Württemberg nach Rheinland-Pfalz oder von Schleswig-Holstein nach Mecklenburg-Vorpommern zu fahren, dürfte sich allerdings in den wenigsten Fällen rentieren – die Unterschiede der TÜV-Gebühren liegen im überschaubaren Bereich.

Lokale Preise zu vergleichen schadet allerdings nie, sollten sich mehrere Anbieter in Ihrer Nähe befinden. Allzu große Differenzen zwischen TÜV Nord, TÜV Süd, Dekra, KÜS und anderen technischen Prüfstellen gibt es aber auch hier nicht.

HU-Preise für Pkw bis 3,5 Tonnen

Ist ein Auto ein Neuwagen, muss es zum ersten mal nach drei Jahren zur Haupt- und Abgasuntersuchung, danach ist ein Rhythmus von zwei Jahren vorgeschrieben. Die Fristen für Fahrzeuge aller Art finden Sie hier.

Die "normale" Hauptuntersuchung kostet ab 56 Euro (TÜV Süd), doch meist ist eine Kombination von HU und AU sinnvoll. Schließlich fällt beides in der Regel gleichzeitig an. Dabei ergeben sich Kosten von rund 100 bis 120 Euro.

Was der TÜV bei Wohnmobil, Motorrad und Anhänger kostet

Schwerere Kfz (3,5 bis 7,5 Tonnen) sind teurer, hier liegt die Kombination von HU und AU zwischen 120 und 160 Euro. Achtung: Wohnmobile über 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht müssen einmal im Jahr zur HU und AU, zahlen dann auch noch rund 20 Euro mehr. Wer ein Motorrad besitzt, kommt mit rund 70 Euro deutlich günstiger weg. Auch Anhänger müssen regelmäßig zur HU, um sich eine neue TÜV-Plakette abzuholen. Eine Abgasuntersuchung gibt es hier naturgemäß nicht. Preis: Zwischen rund 30 Euro (Anhänger ohne Bremse) und circa 100 Euro (Anhänger bis 12 Tonnen).

Nachuntersuchung und Überziehung: Das kann teuer werden

Fällt ein Fahrzeug beim ersten Termin mit einem Mangel durch, ist eine Nachuntersuchung fällig. Dafür nehmen die Prüforganisationen in der Regel zwischen 14 und 26 Euro.

Teurer wird die HU übrigens auch, wenn der Termin um mehr als zwei Monate überzogen wird. Dann stellen die Prüfer eine 20 Prozent höhere Rechnung aus und begründen dies mit einem "erhöhten Aufwand".

Wer von der Polizei mit abgelaufenem TÜV im Straßenverkehr erwischt wird, muss zusätzlich eine Strafe zahlen. Dem geschulten Blick der Ordnungshüter fällt der verpasste Termin sofort ins Auge, denn die Farbe der Plakette steht für das Jahr, die Zahl ganz oben für den Monat der Fälligkeit. Der Bußgeldkatalog sieht hier 15 Euro ab zwei Monaten Überziehung, 25 ab vier Monaten und 60 Euro plus einen Punkt in Flensburg bei mehr als acht Monaten als Bußgeld vor.

Spoiler, Tuning, breite Räder: Das kosten technische Änderungen

Anbauteile wie Spoiler oder Tieferlegungen, Folien an Seitenscheiben oder Chip-Tuning können ein Auto individueller und sportlicher machen. Aber: Auch hier haben die Prüforganisationen ein Wort mitzureden. Sie müssen das technisch veränderte Fahrzeug "abnehmen", schließlich können Änderungen aller Art Einfluss auf die Verkehrssicherheit und auf die Betriebserlaubnis haben. Es wird eine so genannte Änderungsabnahme durchgeführt. Die technischen Änderungen werden in den Fahrzeugpapieren eingetragen.

Für die verschiedenen Fahrzeugarten gibt es gestaffelte Preise. Bei einem Pkw werden zum Beispiel zwischen 35 und 70 Euro veranschlagt, bei einem Motorrad zwischen 25 und 55 Euro.

Die detaillierten Preise finden sich auf den jeweiligen Internetseiten der Prüfdienste.