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Pedelecs & E-Bikes: Das sollten Sie wissen

Zwei Radfahrer fahren an einem See vorbei
Das Strampeln ist vorbei: Elektrofahrräder boomen ∙ © Shutterstock/moreimages

Was unterscheidet E-Bikes und Pedelecs? Den Unterschied machen Höchstgeschwindigkeit und Motorleistung. Und: Es gelten jeweils andere Regeln. Wichtige Fakten, verschiedene Modelle, technische Daten und Infos zum Betrieb.

  • Pedelecs bis 25 km/h werden juristisch wie Fahrräder behandelt

  • E-Bike-Fahrer benötigen mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung

  • Ein Helm sollte grundsätzlich getragen werden

Alles Wissenswerte zu Pedelecs

Bei einem Pedelec handelt es sich um ein sogenanntes unterstützendes Elektrofahrrad. Dieses wird weder ausschließlich durch Muskelkraft noch ausschließlich maschinell angetrieben, sondern ist eine Kombination beider Antriebsarten. Tritt der Fahrer in die Pedale, wird er vom eingebauten Motor unterstützt.

ADAC Clubjuristen haben für Sie die verschiedenen Typen, technische Daten und Informationen zum Betrieb von Pedelecs zusammengestellt:

  • Pedelecs ohne Anfahrhilfe bis 25 km/h

Diese Pedelecs werden juristisch wie Fahrräder behandelt. Wie beim Radfahren wird keine Fahrberechtigung bzw. Führerschein benötigt. Es gibt somit auch kein Mindestalter. Wegen der Eigenarten beim Beschleunigen sollten Kinder bis 14 Jahre trotzdem nicht mit einem Pedelec fahren.

Ein Versicherungskennzeichen braucht man nicht. Bei einem Unfall zugefügte Schäden werden von der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt. Diese Versicherung ist freiwillig, aber unentbehrlich!

Auch wenn keine Helmpflicht besteht, ist das Tragen eines geprüften Fahrradhelms dringend zu empfehlen.

Gekennzeichnete Radwege müssen benutzt werden. Sonstige Radwege dürfen befahren werden.

  • Pedelecs mit Anfahrhilfe bis 6 km/h ohne Mittreten

Alle Pedelecs bis 25 km/h mit nicht mehr als 250 W Nenndauerleistung sind Fahrräder, auch wenn sie über eine Anfahrhilfe bis 6 km/h verfügen.

Daher sind gekennzeichnete Radwege zu benutzen und unfallbedingte Fremdschäden von einer privaten Haftpflichtversicherung zu ersetzen.

  • Pedelecs bis 45 km/h

Schnelle Pedelecs bis 45 km/h sind Kraftfahrzeuge, die ein eigenes Versicherungskennzeichen benötigen.

Nur wer mindestens 16 Jahre alt ist und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM besitzt, darf mit diesen Zweirädern fahren – und nur auf der Straße. Radwege sind tabu! Dabei muss ein "geeigneter" Helm getragen werden.

Alles Wissenswerte zu E-Bikes

"E-Bike" ist eine Bezeichnung für ein Mofa. Beim E-Bike erfolgt die Motorunterstützung durch Gas geben – also unabhängig vom Treten des Fahrers.

ADAC Clubjuristen haben für Sie die verschiedenen Typen, technische Daten und Informationen zum Betrieb von E-Bikes zusammengestellt:

  • E-Bikes bis 20 km/h

Langsame E-Bikes sind rechtlich Leichtmofas. Der Fahrer benötigt mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung, wenn er nach dem 31.3.1965 geboren wurde und nicht Inhaber einer Fahrerlaubnis ist.

Ein Versicherungskennzeichen ist Pflicht. Schäden durch E-Bikes deckt eine private Haftpflichtversicherung in keinem Fall ab.

Radwege dürfen nur befahren werden, wenn dies ausnahmsweise durch das Zusatzzeichen „E-Bike frei“ gestattet ist. Radwege außerhalb geschlossener Ortschaften dürfen stets befahren werden. Wegen der geringen Geschwindigkeit besteht keine Helmpflicht.

  • E-Bikes bis 25 km/h

Sie gelten als Mofas, bei denen allerdings ein geeigneter Helm für Krafträder Pflicht ist.

  • E-Bikes bis 45 km/h

Die Modelle entsprechen einem Kleinkraftrad und dürfen nur mit einer Fahrerlaubnis der Klasse AM gefahren werden.

Auch hier gilt Helmpflicht. Radwege sind tabu.

  • E-Bikes über 45 km/h

Diese schnellen Bikes sind kaum am Markt vertreten und gelten – je nach Leistung – als Leichtkrafträder der Führerscheinklasse A1 oder als Motorräder der Klasse A. Sie sind steuer- und versicherungspflichtig.

Text: Juristische Zentrale